[Filmrezension] Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Gab es dieses Jahr einen Film, der die Buchblog Szene so gespalten hat, wie es der zweite Phantastische Tierwesen Film es getan hat? Ich glaube nicht. Ich gehöre hier eindeutig zum Lager: Fand ich gut.

Ein Kritikpunkt vorweg: Was genau sind denn jetzt Grindelwalds Verbrechen? Denn die Versprechung im Titel, wird nicht geklärt, was ich doch etwas komisch fand. Doch der Film an sich ist wirklich toll.

Schon der Beginn, als Grindelwald aus seinem Verließ geführt wird, in die Kutsche schwebt und dann mit einem spektakulären Trick verschwindet. Die Szenendarstellung, die Schauspielkünste von Johnny Depp und das ganze düstere Setting ist richtig gut. Man kommt sofort wieder in den Film rein und weiß direkt wieder, worum es geht. Die Darstellung von Grindelwald hat mir gut gefallen. Er ist charismatisch, selbstbewusst und weiß, was er sagen muss, um die Menschen auf seine Seite zu ziehen. Letztendlich will er die Muggel vernichten, doch er kann auch gut lügen.

Dann haben wir einen Newt Scamander, der endlich seine Ruhe haben möchte, wieder verreisen will und seine Tierwesen erforschen mag. Doch Newt wird erneut in die Geschichte rund um Grindelwald hineingezogen und diesmal wird er da nicht mehr rauskommen. Er soll nach Paris, um Credence vor Grindelwald zu finden. Zunächst möchte er nicht verreisen, doch als er herausfindet, dass Tina auch dort ist, reist er so schnell es geht nach Frankreich. Dort verstrickt er sich erneut in viele Abenteuer, die auf das große Finale hinarbeiten. Sein Charakter bleibt weiterhin etwas verpeilt, hektisch und verletzlich, doch er nimmt sein Schicksal langsam an. Schön fand ich, dass man seine Familie kennengelernt hat und sich auch in dem Punkt einiges entwickelt.

Tina und Queenie sind auch wieder mit dabei und diesmal können beide nicht noch unterschiedlicher sein. Tina will Credence finden, arbeitet erneut nicht mit dem Zaubereiministerium, sondern auf eigene Faust und lässt dabei auch kein Fettnäpfchen bzw. Fehltritt aus. Queenie hingegen ist wohl diejenige Person, die sich am meisten verändert. Ihre Veränderung geht schnell, aber die Dinge, die zu ihrer Veränderung führen, finde ich sehr plausible. Sie fühlt sich zuerst von Jacob im Stich gelassen, weil sie ihn heiraten möchte, dann von Tina, weil sie denkt, dass sie sie anlügt und fällt dann in ihrem verletzlichsten Moment in die Arme von Grindelwald, der genau weiß, was er sagen muss, um sie zu überzeugen – egal wofür er eigentlich steht.

Mir hat der gesamte Film sehr gut gefallen. Die Charaktere entwickeln sich weiter, die Geschichte geht weiter und alles wird noch einmal ein Ticken düsterer. Die CGI Effekte sind wirklich gut, die Schauspieler wie immer ein Träumchen. Doch das Ende macht leider absolut keinen Sinn, doch ich denke, dass die Schreiberlinge das absichtlich gemacht haben, denn Grindelwald hat zB durchgehend gelogen, hat versucht alle auf eine falsche Fährte zu bringen. Er will, dass Credence Dumbledore tötet, und wie geht es besser, als ihn von einer Identität zu überzeugen, die er gar nicht sein kann? Vielleicht weiß Grindelwald selber nicht, wer Credence ist?

Aber ich find es nun spannend, dass Queenie Namen anscheinend beabsichtigt so ausgesucht wurde. Denn man könnte nun schlussfolgern, dass Queenie und Grindelwald gleich King und Queen sind und Credence somit der Prinz ist, der sich opfern soll. Vielleicht weit hergeholt, vielleicht auch nicht.

Ich bin auf den dritten Film gespannt und freue mich auf weitere, hoffentlich spannende Filme.

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