[Rezension] Laura Kneidl – Someone New

Hallo :)

Von vornherein möchte ich sagen, dass diese Rezension einen Spoiler enthält. Solltet ihr den nicht lesen wollen, dann überspringt mein Geschwafel über die Charaktere. Trotzdem habe ich die Spoilerwarnung da auch nochmal reingeschrieben :)

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Someone New_Bild

 

Autor: Laure Kneidl

Originaltitel: Someone New

Erscheinungsdatum: 28. Januar 2019

Seitenzahl: 550 Seiten

Banner Inhalt

„Ich schnappte nach Luft. ‚Mom! Du kannst ihn doch nicht einfach feuern.‘ ‚ich kann. Und ich werde.‘, antwortete sie knapp. ‚Was immer ihr gemacht habt, wir bezahlen diese Leute nicht, um sich mit dir im Kleiderschrank zu verstecken. Er sollte dort draußen sein und uns bedienen.‘ ‚Es war nicht seine Idee. Ich-‘ ‚Lass gut sein, Micah‘, unterbrach mich Julian. Mit leerer Miene reichte er mit mein Notizbuch und trat einen Schritt zurück.

Laura Kneidl – Someone New, LYX, S.29.

Micah ist endlich frei von zu Hause – mehr oder weniger. Sie ist nur ausgezogen, doch die Freiheit fühlt sich gut für sie an. Schnell wird sie aber gedämpft, denn ihr neuer Nachbar ist Julian, der durch  sie vor einigen Wochen seinen Job verloren hat. Mit einem schlechten Gewissen, versucht sie, Julian näher zu kommen und sich bei ihm zu entschuldigen, doch er ist abweisend zu ihr. Aber nicht nur zu ihr, sondern zu jedem Menschen.

Micah entschließt sich, hinter Julians  Fassade zu blicken, doch so einfach wird das für sie nicht.

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„Ich trug meine Gefühle mit Stolz, genau wie Iron Man seinen Anzug. Ich musste mich nicht verstecken. Ich war Tony Stark, und jeder wusste es. Julian hingegen war Green Arrow, schwer zu lesen und stets bemüht zu vergeben, was oder wer hinter seiner Maske steckte.“

Laura Kneidl – Someone New, LYX, S.160

Vorweg muss ich sagen, dass Someone New ein Buch ist, was mich persönlich nicht so abgeholt hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich finde die Charaktere alle wirklich toll. Micah gefiel mir am aller besten. Die freche, die sich trotz allem gegen ihre Eltern auflehnt, weil ihre Überzeugungen ihr wichtiger sind, als das Familienheil.

Ab hier folgen Spoiler!

Dazu kommt Julian, der echt ein cooler Typ ist. Zwar war er echt verschlossen am Anfang und zwischendurch dachte ich mir auch als Leserin, dass er doch einfach sagen soll, was los ist. Aber als es rauskam, habe ich natürlich verstanden, weshalb er nichts gesagt hat. Denn dass er Trans ist, ist natürlich nichts, womit man hausieren geht, wenn man solche negativen Erfahrungen gemacht hat.

Cassie und Auri sind auch zwei Nebenfiguren, die echt süß miteinander sind. Beide haben zwar ein komisches Verhältnis miteinander, aber jeder wie er mag, oder? Aber da ja bald ein Buch zu den beiden kommen wird, hoffe ich, wird dort einiges aufgeklärt.
Ebenso fand ich auch Lilly und ihre ganze Geschichte als Nebengeschichte zu Micah und Julian erfrischend.

Spoiler Ende!

Insgesamt haben die Charaktere alle kein tolles und wundervolles Leben. Sie haben jeder einzeln mit ihren Problemen zu kämpfen, die einen mehr, die anderen weniger. Dazu kommen die alltäglichen Probleme, die noch heute in unserer Gesellschaft da sind. Wie zum Beispiel die schiefen Blicke zu Auri und Cassie, nur weil sie zwei verschiedene Hautfarben haben.

Ich finde das Buch ist wichtig und spricht ein wichtiges Thema an, welches heutzutage in unserer Gesellschaft vollkommen normal sein sollte – es aber nicht ist. Außerdem ist es toll, dass das innerhalb eines Young Adult Romans eingebettet wurde.

Leider kam „the big reveal“ dann viel zu spät für meinen Geschmack. So konnte sich die ganze Geschichte, um die es ging, also Julian und seine Transgeschichte, zu schnell abgehandelt. Ich hätte dazu gerne mehr Input bekommen. Wieso sind die Eltern so? Wie genau kam es dazu? Und und und. Denn ich habe das Gefühl, jetzt wo ich das Buch ein paar Tage hab sacken lassen, dass es zu viel um Micah und die Suche nach Adrian ging, als um Micah und Julian bzw. Julian als Transgender.

Klar ist es immer noch ein NewAdult Roman, weshalb es natürlich sehr um die Beziehung zwischen Micah und Julian gehen sollte, das fand ich auch alles super. Aber einige dieser Konfliktpunkte hätte ich mir gewünscht, dass sie früher hätten aufgelöst werden können, damit sich der Fokus dann auf Julian verschiebt. So fand ich es am Ende doch sehr dicht gequetscht.

Banner Fazit

Someone New ist ein Buch, das ein wichtiges Thema behandelt und dies sogar in den Fokus von einem New Adult Roman einbettet. Ich hätte mir Julians Geheimnis jedoch früher gewünscht, damit sich der Fokus am Ende auf ihn verschiebt. Dennoch ein gutes und solides Buch von Laura Kneidl!

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Laura Kneidl – Someone New

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